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Ist dein Garten schon winterfest?Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung

Bevor die Pflanzen in deinem Garten in die Winterruhe gehen, solltest du sie winterfest machen. Wir zeigen dir, wie du das am besten machst.

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Wenn die Temperaturen sinken und die Tage kürzer werden, ist es an der Zeit, den Blumen im Garten Lebewohl zu sagen. Während wir Menschen unsere Abende eingekuschelt auf dem Sofa verbringen, müssen die Pflanzen in den Beeten gegen die Kälte ankämpfen. Damit sie den Winter überstehen und im nächsten Jahr wieder blühen können, gilt es ein paar Vorbereitungen zu treffen, um den Garten winterfest zu machen.

Wir zeigen dir, wie du deinen Garten Schritt für Schritt auf die kalte Jahreszeit vorbereiten kannst und was du dabei beachten musst.

Wann sollte man den Garten winterfest machen?

Der ideale Zeitpunkt liegt zwischen Mitte Oktober und Anfang November. Je nachdem, wie warm der Herbst war, kann man es aber auch etwas später angehen. Die Faustregel besagt: Spätestens vor dem ersten Frost sollten die Pflanzen und das Gartenzubehör winterfest sein. Also gilt es, den Wetterbericht im Auge zu behalten und die Pflanzen zu beobachten.

Welche Schritte gilt es einzuhalten, wenn ich meinen Garten winterfest mache?

Wir erklären dir, wie du nach und nach deinen Garten winterfest machen und deine Pflanzen vor Frost schützen kannst. Natürlich musst du die Schritte nicht genau in dieser Reihenfolge abarbeiten, unsere Liste dient nur als Orientierung.

Rasen mit Laubblättern, der gemäht wird.
Ein letztes Mal Rasenmähen kann einen großen Unterschied machen. Foto: Sasha – stock.adobe.com

Rasen

Wer im Frühling einen gepflegten Rasen haben möchte, muss ein paar Maßnahmen treffen, um ihn winterfest zu machen.

Rasen mähen

Wenn die Tage kälter werden, sollte man den Rasen ein letztes Mal mähen. Experten raten zu einer Schnittlänge von maximal 6 Zentimetern. So bekommen die Grashalme noch genug Sonnenlicht. Es empfiehlt sich außerdem, eine kaliumreiche Herbstdüngung durchzuführen, um das Gras zu stärken und gegen Frost zu schützen.

Rasen von Laub befreien

Während Beetpflanzen vom Schutz heruntergefallener (und wärmender) Blätter profitieren, sollte die Rasenfläche deines Gartens laubfrei sein. Andernfalls können sich in dem feuchten Milieu Moos und Pilze ausbreiten oder der Rasen durch das fehlende Licht absterben.

Rasenkante stechen

Bei Bedarf kann man auch noch einmal die Rasenkante neu stechen. Dies verhindert, dass der Rasen sich während der Wintermonate in die Beete ausbreitet. Diese Gefahr besteht vor allem in milden Wintern.

Ein Mann schneidet mit einer großen Gartenschere Äste eines Baumes zurecht.
Bäume werden durch Beschnitt winterfest gemacht. Foto: ArtistGNDphotography – stock.adobe.com

Bäume und Sträucher

Durch das Abwerfen des Laubes bereiten sich Bäume und Sträucher ja schon selbst auf den Winter vor. Jedoch gibt es noch ein paar Dinge, die man tun kann, um die Pflanzen winterfest zu machen.

Mehrjährige Pflanzen und Bäume zurückschneiden

Beim Stutzen der Pflanzen muss man sich nicht zurückhalten: Abgestorbene Äste und lange Triebe sollten entfernt werden, damit die Pflanze ihre Kraft nicht unnötig verbraucht. 

Bäume stabilisieren und weißen

Sträucher und besonders junge Bäume können vor Winterstürmen geschützt werden, indem sie mit einer Schnur an einem Pfahl befestigt werden. Um Spannungsrisse und das Eindringen von Krankheitserregern zu vermeiden, kann man die neu gepflanzten Bäume mit einem alkalischen Kalkanstrich versehen.

Fruchtmumien entfernen

Wer Obstbäume im Garten hat, sollte sie nach sogenannten „Fruchtmumien“ absuchen. Das sind vertrocknete oder verschimmelte Früchte, die am Baum verblieben sind. Entferne sie, damit sich keine Pilze ausbreiten können.

Eine verschrumpelte Frucht am Baum.
Sammele Fruchtmumien vor dem Winter ein. Foto: M. Schuppich – stock.adobe.com

Beete

Wenn die einjährigen Pflanzen verblüht sind und bereits von dir entfernt wurden, geht es nun darum, sich um die mehrjährigen und winterharten Beetpflanzen zu kümmern.

Winterschutz

Das Laub, das vom Rasen entfernt wurde, kann prima als Frostschutz für Beetpflanzen verwendet werden. Beispielsweise freuen sich Rosen und Erdbeerpflanzen über die Laubdecke. Um das Laub zu beschweren, kann man ein paar Tannenzweige darauflegen. Igel und andere Tiere freuen sich ebenfalls über ein gemütliches Winterquartier aus Laub.

Frühblüher setzen

Möchtest du dich zu Beginn des neuen Jahres gleich an einer Blütenpracht erfreuen, solltest du im Oktober und November die Zwiebeln der Frühblüher setzen. Hierbei ist wichtig, dass der Boden noch nicht gefroren ist, damit du die Zwiebeln tief genug eingraben kannst.

Kübelpflanzen

Kübelpflanzen schützt man am besten, indem man sie mit Vlies oder Jute umwickelt und näher ans Haus heranstellt. Wenn in der Garage oder im Keller noch etwas Platz ist, kann dies auch ein guter Ort für die Überwinterung der Pflanzen sein. Man wickelt den Kübel zunächst mit Luftpolsterfolie ein und stellt ihn auf eine Styroporplatte, um die Pflanze vor Frost von unten zu schützen.

Gartenmöbel, die in blaue Plane eingepackt sind.
Auch die Gartenmöbel muss man winterfest machen. Foto: photo 5000 – stock.adobe.com

Wasserleitungen und Gartenmöbel

Vor dem ersten Frost sollten auch die Wasserleitungen nach draußen abgestellt werden. Achte darauf, dass auch das Restwasser aus der Leitung abgelaufen ist. Ansonsten kann das gefrorene Wasser die Leitung sprengen, wenn es gefriert. Auch der Gartenschlauch sollte vollständig entleert und trocken verstaut werden.

Gartengeräte und -möbel reinigen und verstauen

Je nach Material sollten auch die Gartenmöbel verstaut werden. Holzmöbel sollten an einem trockenen und kalten Ort gelagert werden, damit sie nicht aufquellen. Bei Kunststoff- und Metallmöbeln reicht es aus, diese mit einer Plane vor der Witterung zu schützen.

Dies gilt auch für Gartengeräte, die beispielsweise einen Holzgriff haben – dieser sollte nicht der Kälte und Feuchte des Winters ausgesetzt werden. Schnittreste und Erde sollten von den Geräten entfernt und Dünger in luftdichten Gefäßen aufbewahrt werden. So kannst du im nächsten Frühjahr direkt durchstarten, ohne vorher Ordnung schaffen zu müssen.

Gartenteich

Hast du deinen Garten mit einem Teich verschönert, muss auch dieser auf den Winter vorbereitet werden. Die Pumpe sollte aus dem Teich entfernt werden, sofern sie nicht vom Hersteller als winterhart eingestuft ist. Vor allem in strengen Wintern solltest du einen Eisfreihalter einsetzen, um den Tieren in ihrer Winterstarre genügend Sauerstoff zu bieten.

Ein Vogel sitzt auf einem Ast.
Vögel sollten immer etwas zu essen finden. Foto: pixabay/TomaszProszek

Bonus: Vogelhäuschen aufstellen

Im verschneiten Winter finden die hiergebliebenen Vögel weniger Nahrung. Daher bietet es sich an, ein Vogelhäuschen aufzustellen oder ein Futtersilo aufzuhängen. Wichtig herbei: Die Futterstelle sollte überdacht sein, um das Futter vor Regen und Schnee zu schützen.

Mit unserer Checkliste vergisst du garantiert nichts, um den Garten auf den Winter vorzubereiten. Viel Erfolg!

Quellen: schoener-wohnen, plantura.garden, mein-schoener-garten
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